Prekarisierung

Kulturverein ROZ, Grenzprojekt, Gedenkjahr 100 Jahre Volksabstimmung Kärnten/Koroska

Basisdatenerhebung Kärnten: Prekariat verschärft sich

Die IG KIKK hat mit einer Basisdatenerhebung die Rahmenbedingungen der freien Kulturarbeit in Kärnten erhoben. Das Ergebnis zeigt eine Verschärfung des Prekariats und das in einer Zeit, in der die Corona-Krise den Kunst- und Kulturbereich stark trifft. Ein Interview mit Vorstandsvorsitzender Alina Zeichen.

Zu Santa Precaria pocht Bündnis auf Gipfel zu prekärer Beschäftigung

Die Interessenvertretungen der unabhängigen Kunst- und Kulturszene weisen seit Jahren auf die dramatische soziale Lage der Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen Österreichs hin. Anlässlich des internationale Aktionstag der prekär Beschäftigten fordern wir umgehend einen Gipfel zur Erarbeitung von Lösungen gegen prekäre Arbeitsverhältnisse.

FAIR PAY für freie Kulturarbeit braucht Faktenbasis

Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek erklärt FAIR PAY für in Kunst und Kultur Tätige zur Priorität. Die Interessenvertretungen der freien und autonomen Kulturarbeit begrüßen diese Zielsetzung und fordern als ersten Schritt eine österreichweite Erhebung, die eine solide Faktenbasis zum Bedarf in der freien Kulturarbeit schafft.

Prekäre Arbeit, prekäres Leben?

Als Prekarisierung werden Veränderungen der Beschäftigungsverhältnisse und der sozialen Sicherungssysteme beschrieben, die im Kontext permanenter neoliberaler Austerität seit drei Jahrzehnten durchgesetzt werden, und die Existenz- und Reproduktionsbedingungen der Menschen unterminieren (Motakef, 2015). Insbesondere die Auswirkungen der Finanzkrise 2008 und die austeritätspolitische Bearbeitung der Staatsschuldenkrise, die aus der staatlichen Rettung des Finanzsektors resultierten, führten zu einer weiteren Verschärfung von Prekarisierungstendenzen in vielen Länden.

Warum die Prekarisierung von Arbeit auch die Demokratie gefährdet

Prekäre Arbeit betrifft natürlich in erster Linie die prekär Beschäftigten selbst. Ihre Arbeit ist zeitlich begrenzt, sie können nicht oder nur schlecht von ihrem Einkommen leben oder sie sind unfreiwillig Teilzeit beschäftigt. Oft ist ihr Arbeitsplatz auch unsicher und bietet wenig arbeitsrechtlichen Schutz. Dabei tragen vor allem die generelle Unplanbarkeit, die Einkommensunsicherheit sowie die fehlende Anerkennung und Eingebundenheit dazu bei, dass die Menschen eine – beispielsweise befristete – Beschäftigung als prekär erleben.
Christiane Rath _ Großmutters-Wohnzimmer / Odonien

Kultur ist Arbeit!

Die neue Ausgabe des IG Kultur Magazins ist da und widmet sich dem Themen-Schwerpunkt "prekäres Leben und Arbeiten in der freien Kulturszene". Was heißt es für die Praxis, prekär beschäftigt zu sein? Welche Rahmenbedingungen befördern prekäres Arbeiten und was ist von den aktuellen politischen Entwicklungen zu erwarten? Und gibt es Denkanstöße und Praxismodelle, die Alternativen aufzeigen? Eine Ausgabe erstellt in Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien.

zukunftsdialoge #4 Stempeln gehen für die Kunst

Unter dem Motto „Kulturarbeiter*innen vereinigt euch“ gelang 1998 die Initiierung eines Projektes zur Förderung von Arbeit im kulturellen Sektor, das bis heute besteht, da sich weder sozialpolitische noch arbeitsmarktpolitische Rahmenbedingungen zum Besseren verändert haben.
fairplay button

(Des)Illusion von Unabhängikeit

Dem Kampf gegen ökonomische Ungleichheiten muss die Anerkennung der Tatsache vorausgehen, dass im Kunstfeld und zwischen den KünstlerInnen Klassenunterschiede existieren.

Soziale Ungleichheit - Die prekäre ökonomische Lage von Kunstschaffenden

Fair statt prekär gilt noch immer. Im Jahr 2001 wurde von italienischen AktivistInnen "San Precario" als Schutzpatron ins Leben gerufen. Getragen von Gewerkschaften und Arbeiterkammer fand am 29.02.2008 erstmals in Österreich ein "Santa Prekaria"-Aktionstag statt, denn Prekarisierung ist überwiegend weiblich! 2016 hat sich die Situation einzementiert. In Österreich sind Menschen, die ihr Einkommen aus Unternehmens- oder Vermögenserträgen beziehen, deutlich besser dran, als Menschen, die ihr Einkommen

Das Burgtheater als Nukleus der Produktion nationalstaatlicher Ideologie

Als einfacher Arbeiter am unteren Ende der Hierarchie dieses Theaters erkannte ich meinen Arbeitsort in einem größeren Zusammenhang: Nationalstaatlichkeit, hochkulturelle Produktion, EU-Anti-Migrations-Politik, globaler Kapitalismus und neoliberale Prekarisierung von Arbeit. Am Burgtheater sind diese Phänomene in einem Geflecht ineinander verwoben.